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Musikkorps der Bundeswehr Leitung: Oberstleutnant Walter Ratzek Konzertprogramm Siegen 17. Mai 2011 |
| Königsmarsch |
Richard Strauss Bearb.: Hans Paul Breuer |
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Concerto for Bass Trombone Allegro con energico Adagio molto Allegro molto vivace Solist: OFw Volker Biwer |
Op. 239 Derek Bourgeois |
| Parademarsch Nr. 1 |
Julius Möllendorf Bearb.: Friedrich Deisenroth |
| Bolero |
Bolero Maurice Ravel Bearb.: Philip Sparke |
| --- Pause --- |
| Masque for symphonic wind band | Kenneth Hesketh |
| Favoritenmarsch | Felix Husadel |
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Fantastic Musical Moment's - Phantom der Oper - Starlight Express - Elisabeth - Mamma Mia Solistin: Leonor Amaral |
Bearb.: Guido Rennert |
| Änderungen vorbehalten |
Notizen zum Programm
Ein attraktives Programm haben Oberstleutnant Walter Ratzek und das Musikkorps der Bundeswehr wieder für ihr Benefizkonzert zusammengestellt. Traditionell wird es mit einem Marsch eröffnet – doch was für einem! Vom berühmten Opern- und Orchesterkomponisten Richard Strauss ist kaum bekannt, dass er auch einen Königsmarsch komponiert hat. Nach seinen noch vor der Jahrhundertwende entstandenen Tondichtungen wie „Don Juan“, „Till Eulenspiegels lustige Streiche“, „Also sprach Zarathustra“ und „Don Quixote“ war der junge Münchner in aller Munde. Seit 1898 war er Preußischer Hofkapellmeister in Berlin. Dort hob er auch bei einem Konzert für König Wilhelm II. im Berliner Stadtschloss seinen Königsmarsch aus der Taufe, der zwischen den Skandalopern „Salome“ und „Elektra“ eine romantisch konservative Note anschlägt.
Der Parademarsch von Julius Möllendorf, 1864 entstanden, war der Präsentiermarsch des 1. Württembergischen Ulanenregiments „König Karl“ in Ulm und ist auch heute noch sehr beliebt. Sogar bei der Geburtstagsparade für Königin Elizabeth vor dem Buckingham Palace wurde er (wie auf YouTube zu besichtigen) 2009 von einem britischen Armee-Musikkorps gespielt.
Eines der faszinierendsten Orchesterstücke ist zweifellos Maurice Ravels Bolero. Der französische Komponist schuf ihn für die Tänzerin Ida Rubinstein, 1928 wurde er in der Pariser Oper uraufgeführt. Über sein populäres Werk urteilte Ravel selbst: „Ich habe nur ein Meisterwerk gemacht, das ist der Boléro. Leider enthält er keine Musik.“ Das empfinden die Hörer in aller Welt freilich ganz anders. Das stetige, sogartige Crescendo, welches sich über einem von zwei kleinen Trommeln gespielten Ostinato-Rhythmus von Variation zu Variation aufbaut, kulminiert in einem orgiastischen Schlussakkord. Auch ohne Streicher, die in Ravels Original ohnehin erst spät zum Einsatz kommen, ist die Bearbeitung von Philip Sparke ein echter Knüller.
My Fair Lady – wer erinnert sich bei diesem konzertanten Querschnitt des Musicals von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner nicht an den Film mit Audrey Hepburn und Rex Harrison oder an eine der vielen Bühnenversionen, die bis heute die Zuschauer in die Theater locken. Oder an die deutsche Originalaufnahme mit Karin Hübner und Paul Hubschmid, wo solche Songs wie „Wouldn’t that be lovely“ oder „The Rain in Spain“ auf echt berlinerisch mit „Wäre det nicht wundascheen“ und „Es grient so grien“ gesungen wurden. Mehr als ein Dutzend Ohrwürmer werden vom Musikkorps serviert: Mitsummen ist erlaubt!
Auch der zündende Schluss des Benefizkonzerts gehört den Musicals, freilich solchen zeitgemäßen Publikumsrennern wie dem „Phantom der Oper“, „Starlight Express“, „Elisabeth“ oder „Mamma Mia“, die alle auch schon in den Möhringer Musicaltheatern zu sehen waren. Neben den Hits von ABBA gehören auch manche Songs von Andrew Lloyd Webber, Michael Kunze und Sylvester Levay inzwischen zu den Pop-Evergreens. Gesangssolistin der Fantastic Musical Moments ist die junge portugiesische Sopranistin Leonor Amaral, die als mehrfache Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ seit 2009 bei Christoph Prégardien an der Musikhochschule in Köln studiert und seit diesem Jahr als Stipendiatin von der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“ gefördert wird.
